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Fuss- und Veloverkehrsförderung als Win-Win-Situation

 

Am 23. April 2010 fand im City-Forum die dritte sun21 Mobilitätstagung statt. Ein Schwerpunkt war der Frage gewidmet, ob Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs im Interesse der Allgemeinheit sind.

 

Prof. Dr. Ueli Haefeli, Interface Politikstudien, führte aus, dass die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs ganz eindeutig im Interesse der Allgemeinheit ist. Anhand von Analysen bestehender nationaler und internationaler Forschungsresultate belegte er, dass durch die gezielte Förderung von Fuss- und Veloverkehr:

  • geringere Infrastrukturerstellungs- und –betriebskosten nötig werden, was die Haushaltskassen von Staat und Kommunen entlastet
  • CO2-Emissionen reduziert werden, was ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leistet
  • die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Städten ganz allgemein positiv beeinflusst wird
  • die regionale Wirtschaft profitiert, weil pro eingesetztem Franken eine höhere regionale Beschäftigungswirkung erzeugt wird, als bei Grossprojekten für motorisierten Verkehr
  • ein bedeutender Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit geleistet wird

 

Weil die Allgemeinheit und die direkt Betroffenen profitieren, kann von einer echten Win-Win-Situation ausgegangen werden. Gefordert sind umsichtige Strategien zur Förderung der „Human Powered Mobility“. Die Potenziale dieser Verkehrsarten sind auch in Basel noch längst nicht ausgeschöpft und es gilt, Angesichts weiter zunehmender Kapazitätsengpässe im Agglomerationsverkehr, diese entschlossener zu nutzen. Dass die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs eine positive Wirkung auf das Gewerbe hat zeigte Bernhard Gutzmer, Garten- und Tiefbauamt Freiburg im Breisgau. Durch die seit Jahren gezielte Förderung des Fuss- und Veloverkehrs, wurde der Handel in der Innerstadt merklich belebt. Die Freiburger Lösung heisst: Verminderung des (motorisierten) Verkehrs durch integrierte Stadt- und Verkehrsplanung = „Stadt der kurzen Wege“.

 

Foto (v.l.n.r.): Hans van Vliet, Hans Voerknecht, Luzia Meister, Hans-Peter Wessels, Philippe Bovet, Bernahrd Gutzmer, Max Mondon

 

Diese Vorteile hat auch RR Hans-Peter Wessels erkannt und bekräftigte an der sun21 Mobilitätstagung, dass die Fussgängerzone in Basel stark erweitert werden soll. RR Wessels gibt sich an der Tagung davon überzeugt, dass fussgängerfreundliche Zonen eine grosse Chance für das Gewerbe sind – denn sie wirken umsatzsteigernd.

 

Der Wille ist klar vorhanden auch in Basel den Fuss- und Veloverkehr stärker zu fördern. Die schnelle Umsetzung entsprechender Massnahmen wurde von Politker/innen an der Podiumsdiskussion gefordert und sie versprachen, sich dafür einzusetzen und nicht locker zu lassen.

Laden Sie hier die Präsentationen von der Tagung herunter:

Andreas Nidecker - Präsident sun21

"Eröffnungsreferat"

Hans van Vliet - Shimano Europe Holding BV

"Radfahren die clevere Art der Fortbewegung"

Luzia Meister - Pro Velo Schweiz

"Wer könnte denn gegen die Förderung des Velos sein?"

Bernahrd Gutzmer - Stadt Freiburg im Breisgau (D)

"Förderung des Rad- und Fussverkehrs als Teil der integrierten Stadtenwicklung"

Max Mondon - FNAU (F)

"Les Transports "doux" à Strasbourg"

Hans Voerknecht - Fietsberaad (NL)

"Vorteile von, und Methoden für mehr Velofahren"

Hans-Peter Wessels - Regierungsrat und Vorsteher Bau- und Verkehrsdepartement BS

"Velostadt Basel?!"

Beat von Scarpatetti - Club der Autofreien Schweiz

"Langsamverkehr - Begräbnis eines Begriffs"

Anita Lachenmeier - Nationalrätin BS

"Förderung des Velo- und Fussverkehrs auf Bundesebene"

Urs Walter - Stadt Zürich, Tiefbauamt

"Fuss- und Veloverkehr als Pfeiler der Zürcher Mobilitätsstrategie"

Marlène Butz - Fussverkehr Schweiz

"Warum zu Fuss?"

Andreas Blumenstein - Büro für Mobilität AG, Bern

"Autoarmes Wohnen als Chance für den Langsamverkehr"

Ueli Haefeli - Interface

"Fuss- und Veloverkehrsförderung als Win-Win-Situation"

Dieter Steiner - ETH Zürich

"Mobilität im Dreieck Umwelt-Gesellschaft-Individuum"

 

 

 

 

 sun21 MOBILITÄTSTAGUNG 23.April 2010

 

"Potentiale des Fuss- und Veloverkehrs im urbanen Raum"

 

Programmübersicht:

 

 

Die Tagung findet im City Forum der Basler Zeitung in Basel statt.

Tagungsgebühr: CHF 120.-, diese beinhaltet Tagungsteilnahme, Tagungsmappe

und Verpflegung.

 

 

Lesen Sie hier einen spannenden Artikel mit dem Titel "Den Velos gehört mehr Platz", gelesen im Beobachter (Ausgabe 08/10).

 

 

 

 

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